normadic knowledge and art strategies

 

Austauschprojekt mit dem Bishkek Art Center in Kirgisien und dem Künstler Shaarbek Amakul

 

Kuration – Eugenia Gortchakova
1. Phase in Kirgisien vom 23.July - 18.August 2008

 

CROSSROADS. NOMADIC KNOWLEDGE & ART STRATEGIES ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt des Kunstvereins slap (social land art project) mit dem Bishkek Art Center.

 

 

Das Projekt wird vom Institut für Auslandsbeziehungen: IFA, Stuttgart, gefördert.

 

Pressemitteilung
Künstlerinnen erkunden Kunst in Kirgisien
Begegnungen mit der Nomadenkultur Mittelasiens

 

Die Kultur der zum Teil noch nomadisierenden Bevölkerung in der mittelasiatischen Republik Kirgisien zu erkunden und sie mit westlicher Kunst, insbesondere mit den Neuen Medien zu konfrontieren, ist Ziel einer Expedition von sechs Künstlerinnen aus Norddeutschland. 2007 war Eugenia Gortchakova, Oldenburger Künstlerin, einer Einladung des Bishkek Art Center zu einem vierwöchigen Stipendium gefolgt. Sie kam mit dem Leiter des Kulturzentrum in der Hauptstadt Kirgisiens, Shaarbek Amakul, überein, in diesem Jahr mit einer Gruppe von Künstlerinnen u.a. des Oldenburger Kooperationspartners slap (social land art project) e.V. wiederzukommen, um eine Ausstellung zu veranstalten. Neben Eugenia Gortchakova als Kuratorin beteiligen sich daran Edda Akkermann, Oldenburg, Katja Butt, Köln, Sabine Himmelsbach, Oldenburg, Shirin Hohmann-Saadat, Berlin, und Insa Winkler, Hude.

 

Erstes wichtiges Vorhaben ist eine "Ausstellung in Progress". Sie wird neue Medien-Kunst aus Oldenburger und norddeutschen Ateliers zeigen, darunter Arbeiten von Claudia Christoffel, Marikke Heinz Hoek, Katia Liebmann, Isolde Loock, Angelika Middendorff, Mariella Mosler, Astrid Nipholdt, Corinna Schnitt, Helene von Oldenburg und Jan - Peter Sonntag. Die Ausstellung umfasst Film- und Videoarbeiten, Fotos, Objekte und Dokumentationen.

 

Gemeinsames Thema der Ausstellung ist Kunst im Zeichen der Ökologie und ihre Bedeutung für die nomadische Kultur. In diesem Kontext ist Kunst ein kritisches Experimentierfeld für den Umgang mit Natur. Methoden der Verfremdung ermöglichen u.a. ungewöhnliche ästhetische Wahrnehmungen, in denen historische Zusammenhänge und soziale Umstände eingegliedert werden können

 

Zweiter Schwerpunkt des Aufenthalts in Kirgisien ist eine Expedition in die entlegenden Nomadenregionen im Osten des Landes nach Son Kul und Issyk Kul. Sie wird wissenschaftlich begleitet. Während der Expedition werden weitere Arbeiten erstellt und in den wachsenden Teil der "Ausstellung in Progress" eingegliedert, die als Teil II im August 2008 in Bishkek eröffnet werden wird.

 

In den Tagen der Ausstellung werden Atelierbesuche, Diskussionen und ein Workshop unter Leitung von Sabine Himmelsbach, Leiterin des Edith Ruß Hauses für Medienkunst in Oldenburg, stattfinden. †In Diskussionen mit†kirgisischen Künstlerinnen und Künstlern werden transnationale Fragestellungen entwickelt, die Kunst und Ökologie miteinander verbinden.

 

Die Ergebnisse des Projekts werden zu Beginn des Jahres 2009 an einem Abend im Edith Ruß Haus für Medienkunst in Oldenburg, präsentiert werden.

 

Fokus des Projekts ist eine "Ausstellung in Progress", in der deutsche Ansätze ökologischer Kunst im Austausch mit der nomadischen Kultur Kirgisiens thematisiert werden.

 

Inhaltliches Ziel ist es, aus den jeweiligen lokalen Kontexten heraus übergreifende, transnationale Fragestellungen zu formulieren, die Kunst und Natur miteinander in Beziehung setzen. Ein zentraler Punkt des Projekts ist der Dialog beider Kulturen. Der ökologische Wandel hat das Thema des Verhältnisses der Menschen zur Natur für die Kunst aktualisiert. Es ist das Grundthema des Dialogs.

 

Teil I der Ausstellung enthält künstlerische Positionen, die in diesem Zusammenhang ein Experimentierfeld für den multiperspektivischen und oft widersprüchlichen Umgang mit dem Kommunikationssystem Ökologie sind. Die Methoden wie Verfremdung, Dekonstruktion, Interventionen in der Natur, Verwendung von Spieltechniken und virtuellen Räumen ermöglichen ungewöhnliche ästhetische Wahrnehmungen und unerwartete Beobachtungen der Relation Mensch-Natur.

 

Künstler wenden sich den landschaftlichen Räumen, ebenso zu wie ihren Repräsentationen in Medien. Die deutschen Positionen umfassen Videoarbeiten, Fotografien, Objekte, Dokumentationen von ortspezifischen Installationen und Aktionen sowie interaktive Projekte. Auf Basis der Erkundung der Nomadenregionen in Son Kul und Issyk Kul, Diskussionen mit kirgisischen Kollegen werden neue Arbeiten erstellt und als Teil II in die Ausstellung integriert.

 

Beispiele der künstlerischen Arbeitskonzepte sind u.a.
- Photografischer Vergleich: Architekturen von Sesshaften und Nomaden
- Objektkunst: Urbane Nomadin trifft kirgisische Nomadin
- Partizipatorisches Projekt: Lokale Nachhaltigkeitswahrnehmungen

 

Die Integration der vor Ort entstehenden Arbeiten verwandelt die Ausstellung deutscher Positionen in einen Raum für aktiven kulturellen Austausch mit der einheimischen Künstlern und Bevölkerung. Atelierbesichtigungen erkunden die Kunstszene, um die kirgisischen Teilnehmer des Workshops kennen zulernen und zu gewinnen.

 

Hierfür finden zusätzlich klassische Künstlerinnengespräche und Vorträge statt. Außerdem wird ein Vortrag von Sabine Himmelsbach gehalten werden „Eine mediale Perspektive auf ökologische Fragen: Globale Entwicklungen / Lokale Verantwortungen. In einem abschließenden Workshop werden kirgisische Teilnehmer ausgewählt, Perspektiven für die Fortsetzung des Austauschs zu dieser Thematik entwickelt und das Grundkonzept für einen dreisprachigen Katalog festgelegt.

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