Zuhause in der Fremde  -  Erforschen und gestalten von Lebenswelten in Europa

 

 

 

In vier kleinen Gruppen haben sich 15 Kinder und Jugendliche aus dem Irak, Iran, Syrien, Polen und Elfenbeinküste begleitet von 19 Studierenden der Carl von Ossietzky Universität auf den Weg gemacht, um auf verschiedenen Exkursionen Kenntnisse über Klima/Wetter, Meere/Küste, Tiere, Landschaft und Ernährung in der Region zu gewinnen. Fachpädagogisch begleitete Besuche im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg weckten das Interesse der Kinder an spezifischen Themen. Das Klimahaus in Bremerhaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wattenmeerhaus in Greetsiel, der NABU-Woldenhof in Wiegboldsbur und andere Einrichtungen wurden besucht. In der freien Natur und in den Institutionen wurden viele Fragen gestellt. Die Antworten gaben Impulse, weiter zu forschen und das Gefundene zu vertiefen. Mit der künstlerischen Arbeitsweise der ästhetischen Forschung und ihrem didaktischen Prinzip des außerschulischen und interdisziplinären Lernens wurden die Ergebnisse mittels Zeichnung, Fotografie, Film, Linolschnitt und Skulptur dokumentiert.

 

Künstlerische Leitung: Edda Akkermann und Thomas Robbers

 

Lehrerin: Wiebke Alberts

 

 

 

 

Ganz schön ausgefuchst

 

Studierende: Sonia Kulik, Marc Mattschenz, Melina Patock, Annika Purnhagen, Simon Wulfers

 

Schüler: Adnan Almohamad, Ead Baker, Abdallah Issa, Ody Khalil

 

In unserer Gruppe wurde schnell das Interesse der Schüler an den Tieren in Europa geweckt. Durch den Besuch des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg haben die Schüler einen Einblick in die Vielfalt der europäischen Fauna erhalten.

Besonders der Fuchs hatte es unserer Gruppe angetan, da er sowohl in den Heimatländern der Schüler als auch in Europa vorkommt. Wir erkundeten Wälder und Naturschutzgebiete auf der Suche nach Spuren des Rotfuchses, die fotografisch und zeichnerisch festgehalten wurden. Dabei ist den Schülern die Verschmutzung der Wälder aufgefallen, wodurch die Idee einer Skulptur entwickelt wurde. Wir formten zusammen einen Recycling-Fuchs aus Drahtgeflecht und Pappmaschee, der auf die neuen Lebensräume und -bedingungen des Rotfuchses hinweisen soll.

 

 

 

 

 

 

Seehund im Plastikmeer

 

Studierende: Wiebke Backhaus, Eva Evers, Eva Maibaum, Sabine Redlefs, Vivian Schmidt

 

Schüler*innen: Sherzad Al Darwesh, Zusanna Gorska, Shaimaa Haji, Enje Hanan

 

Um das Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu schärfen, haben wir Exkursionen und Ausflüge an die Nordseeküste, zum Klimahaus in Bremerhaven, zum Aquarium im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg und zur Seehundstation in Norddeich gemacht. Dadurch konnten die Schüler*innen insbesondere den Lebensraum Wattenmeer und die Küste auf viele unterschiedliche Weisen entdecken. Nachdem die Schüler*innen in der Seehundstation Seehunde und Kegelrobben selber beobachten konnten, war die Begeisterung für diese Tiere entdeckt und die Entscheidung getroffen, selbst einen Seehund zu bauen. Gleichzeitig war das Interesse und Bestreben da, Wissen und Problembewusstsein für Plastikmüll im Meer ebenfalls in unser Exponat zu integrieren.

Durch vorrangig visuelle und spielerische Methoden haben die Schüler*innen innerhalb dieses Projektes viele Erfahrungen mit ästhetischer Forschung machen können.

 

 

 

 

 

 

 

Die Lebensweltenforscher
 

 

Studierende: Paul Behlen, Josephine Dinkelbach, Tim Kerting, Lena Nagel, Pauline Peters, Ann-Valeria Havill

 

Schüler: Aldar Davud, Reber Gasem, Jakub Kaminski, Walid Kheder

 

Wir haben uns auf spielerische und kreative Weise mit den Lebenswelten von Mensch, Tier und Natur beschäftigt. Mit allen Sinnen und mit Bewegung zu lernen, war dabei ein elementarer Bestandteil. Auf dem Markt haben wir verschiedene Lebensmittel probieren können und sind mit den Erzeugern über Anbau, Herkunft, Herstellung und Esskulturen in Austausch getreten. Dem Thema Wald und Tiere haben wir uns im Waldhaus Wildenloh genähert, in dem wir in einer Holzwerkstatt arbeiten konnten und einen direkten Zugang zum Wald hatten. Aus gesammelten Naturmaterialien haben wir dort Tiere nach eigenen Vorstellungen gebaut und uns so mit den Wechselwirkungen zwischen Anatomie der Tiere und ihrem Lebensraum auseinandergesetzt. Auf dem NABU-Woldenhof in Wiegboldsbur haben wir uns intensiv mit den dort lebenden Tieren beschäftigt. Ihre Bewegungen haben wir mit unseren Körpern weiter entwickelt und dies gefilmt. Bewegungsspiele boten uns die Möglichkeit, miteinander zu interagieren und eine Vertrauensbasis aufzubauen.

 

 

 

 

 

 

Die Wetterfrösche

 

Studierende: Jessica Lammers, Alina Nattke, Lara Preuß

 

Schüler*innen: Mariame Bamba, Hakim Haji-Khalil, Yasmin Kattash

 

Durch die Teilnahme an einem Workshop im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg wurde in unserer Gruppe das Interesse geweckt, das Thema „Wetter“ genauer zu erforschen. In der Wetterausstellung im Landesmuseum haben wir mit viel Witz und Humor in einem dort aufgebauten „Fernsehstudio“ das Wetter in der jeweiligen Landessprache der Schüler*innen und in deutscher Sprache vorhergesagt.

Ein Wetterplakat, Wetterfrösche, Regenmacher und viele Zeichnungen wurden von unserer Gruppe angefertigt. Die Exkursion ins Klimahaus in Bremerhaven hat unser Thema wunderbar unterstützt. Inspiriert durch die Wetterkästen im Landesmuseum gestalteten wir drei Wetterkästen, in denen nun verschiedene Wettersituationen zu sehen sind: Eine Schneelandschaft in Syrien, ein Dschungel in der Elfenbeinküste und eine Gebirgslandschaft mit regnerischem Wetter im Irak. Dies sind die Heimatländer der Schüler*innen.

 

 

 

Für die freundliche Förderung bedanken wir uns bei:

 

 

 

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